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Viola Eigenbrodt im .kunstportal-bw über Gudrun Reinboths neustes Buch

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Talmud, Thora und der Teufel – Gudrun Reinboths neustes Buch

Das Thema ist heikel. Und wichtig. Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus sind die Themen mit denen sich die Neckargemünder Autorin in ihrem kürzlich erschienen Jugendbuch “Nenn mich noch einmal Jochanaan“ intensiv auseinandersetzt. Selbst Mutter dreier Kinder machte sie die Erfahrung, dass man ihre Sprösslinge in der Schule zwar mit dem Holocaustthema konfrontierte, die Wirkung sich aber als kontraproduktiv erwies. Denn sie bekamen Angst und wollten nichts mehr hören. Dies brachte die Mutter, Germanistin, Autorin mehrerer Bücher, Amnesty–aktivistin und Mitglied der „GEDOK“ auf die Idee, mit Hilfe einer Zeitreise in das mittelalterliche Worms, Geschichte jugendgerecht aufzubereiten. Es gelingt ihr, mit einer wenig komplizierten und doch farbigen Sprache die Welt des Mittelalters auferstehen zu lassen. Die Gassen sind schmutzig, das Volk auch, die Stadt unterteilt in christliche und jüdische Strassenzüge. Das jüdische Leben im 14. Jahrhundert ist gut recherchiert und ohne dezidierten wissenschaftlichen Anspruch oder allzu große phantasievolle Ausschmückungen realistisch geschildert. Vor dem historischen Hintergrund von Pest und Pogrom gelingt es der Autorin eine sehr persönliche Geschichte zu erzählen, die es jungen Menschen erleichtern kann, die Ungerechtigkeit von Rassenwahn ein wenig besser zu verstehen. Die Story beginnt gleich mit Gewalt. Obwohl nächtliches Reisen lebensgefährlich ist, macht sich eine junge Familie auf den Weg von Mainz nach Worms. Ein junger Jude, der dort gerade seinen Onkel zu Grabe getragen und auch noch mitwill, kommt später nach. Was er vorfindet ist grausig. Die Kutsche wurde überfallen, alle sind tot, bis auf ein Baby. Er nimmt es zu sich und zieht das Kind auf. Mit der bevorstehenden Bar Mizwa Jochanaansbeginnt der eigentliche Roman. Schon hier schildert Gudrun Reinboth Ungerechtigkeit, auch in der jüdischen Tradition. So darf die jüngere und hochintelligente Tochter der Schreibers trotz ständiger Bitten nicht Lesen und Schreiben lernen. Der Bruder bringt es ihr heimlich bei. Das Nebeneinander von Juden und Christen funktioniert noch eine ganze Weile, Jochanaan und seine Freunde erleben eine ganze Menge spannender Dinge. Doch plötzlich erhebt eine christliche Familie Anspruch an der Jungen. Herausgerissen aus seiner alten Umgebung ist sein einziger Trost ein Gänseküken, das er liebevoll „Wulle“ nennt. Einen Schwerpunkt der Intention Reinboths sind die hier folgenden Gespräche des jungen Mannes, mit denen er versucht Klarheit über beide Religionen und Kulturen zu erhalten, die sie sich in ihm mischen. Da bricht die Pest aus, die Bevölkerung hat schnell die Ursachen der tödlichen Krankheit erkannt: Die Juden. Nach einem schrecklichen Pogrom versucht Jochanaan, der jetzt Christoph heißt, seine jüdische Familie wieder zu finden – besonders seine geliebte Schwester Judith. Dass eine wirkungsvolle Auseinandersetzung mit dem Thema des Antisemitismus in Deutschland von Nöten ist, zeigen die immer wieder kehrenden Anschläge auf jüdische Einrichtungen. Gudrun Reinboth ist ein Schritt in die richtige Richtung gelungen.

Gudrun Reinboth, Nenn mich noch einmal Jochanaan, Metz-Verlag, 9,90 Euro

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