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Viola Eigenbrodt im .kunstportal-bw über Das persische Weltreich

www.viola-eigenbrodt.de

Pracht und Prunk der Großkönige. Das persische Weltreich“

Zwar ist der Iran während der Fußball WM frühzeitig ausgeschieden und hat damit die Freunde, die dei Welt zu Gast hatten, vor mancher Peinlichkeit bewahrt, in Speyer darf er aber seine volle Pracht entfalten und das noch bis zum Oktober. Märchenhaft waren sie schon in der Antike, die orientalischen Potentaten, sagenhaft reich und süchtig nach Luxus, weshalb die Ausstellung im Historischen Musuem der Pfalz besonders die Pracht und den Prunk der Großkönige in den Vordergrund stellt. Er habe sich einen lange gehegten Wunsch in erfüllt, gestand der Museumsleiter Alexander Koch während der Presseführung durch die heiligen Hallen, in denen auf abgedunkelten Hintergründen das wertvolle Geschmeide noch mehr zur Geltung kommt. “Die Zeit war reif für eine solche Präsentation”, erklärte Koch, der damit überregionales Aufsehen erregen will. Dass wird sicher auch der Fall sein, denn Speyer präsentiert wesentlich mehr als altorientalische Erhabenheit. Die Reise in die Vergangenheit hat die Vorderasien Archäologin Ellen Rehm mitkonzipiert und legte dabei den Schwerpunkt auf die persische Palastkultur und einen - sehr gelungenen - Vergleich zwischen dem Bild, das die Griechen über die ungeliebten Nachbarn in ihren schriftlichen Quellen hinterlassen haben und dem, was die hochinteressanten Grabungen zu Tage gefördert. Was eine persische Satrapie bedeutete, wird am Beispiel Ägyptens deutlich gemacht, ein erobertes Land wird allmählich und ganz langsam auch kulturell einverleibt. Eine virtuelle Rekonstruktion der alten Königsmetropole macht einen Drei-D-Rundgang durch eine versunkene Welt möglich, und man kann wieder einmal spüren, was alles bekannt und was einem doch sehr fremd erscheint. Einst war das persische Weltreich die bedeutendste Macht des Altertums, von der Mitte des sechsten Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts, dann übernahmen die Griechen. Der kühnen Darius, den meisten doch noch irgendwie aus der Schulzeit bekannt, hatte das von Kyros II gegründete Reich zur Blüte geführt und unglaublich expandiert. Zahlreiche unterschiedliche Völkergruppen mussten verwaltet werden, aramäisch wurde Verwaltungssprache und die Paläste immer prächtiger. Eine logistische Meisterleistung in einer Zeit, in der das Rollsiegel die Funktion einer email hatte. Erst Alexander konnte den siegreichen Persern Paroli bieten und besiegte den unglücklichen Darius III, wie das berühmte Mosaik aus Pompeji nach einem griechischen Wandgemälde eindrucksvoll zeigt.y

Doch nicht nur die Palastarchitektur, von der einerseits Originalfragmente und andererseits detaillierte Rekonstruktionen thematisiert wurde, sondern kostbare Gegenstände und einzigartige Grab-und Siedlungsfunde geben in Speyer eine Ahnung davon, welch ein mächtiges Reich mit der Schleifung der Palastanlage von Persepolis beinahe der Vergessenheit anheim gefallen wäre. Höhepunkte der recht gefälligen Ausstellung ist die Darstellung der Orientalen durch die Griechen. Auf schwarzfigurigen Vasen, Skulpturen, Reliefs und durch Texte erscheinen die Perser in keinem guten Licht, die alten Griechen zeichneten sich nicht eben durch Toleranz und Offenheit aus. Dem Sonnenkönig und seinem Hof stand das Tafelservice der Achämeniden in nichts nach, eine ganze königliche Tafel ist mit den verschiedensten Gefäßen aus Gold, Silber Bronze und Glas für den staunenden Besucher aufgebaut. Ganz aus Holz ist eine originalgetreue Nachbildung eines Prunkwagens, mit dem die Reise nach Pferdestärke sicher schnell und die Bandscheibe sicher noch schneller kaputt ging. Nicht nur Reize für das weibliche Geschlecht stellen die Vitrinen mit Schmuck dar, den damals auch die Männer gerne und reichlich trugen. Goldene Armreifen mit Tierköpfen, zarten Ohrgeschmeide und verzierte Fibeln würden auch heute noch so manches luftige Sommerkleidchen bestens zur Geltung bringen,

bis 29.Oktober, Di - So.10-18 Uhr, Domplatz Speyer.

Viola Eigenbrodt

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