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Viola Eigenbrodt im .kunstportal-bw über die Ausstellung Max Beckmann - Apokalypse i

Viola Eigenbrodt im kunstportal-bw

www.viola-eigenbrodt.de

Beckmann und die Bibel – ein seltsames Paar

Zu Beginn des Saison widmet sich das Kurpfälzische Museum traditionell der Moderne, wenn wir einmal von „Graimberg“ im vergangenen Jahr absehen. Und so gar nicht zum blauen Band des Frühlings mögen die eigenartigen Lithographien Max Beckmanns passen, die er zum in sich schon schwierigen Thema der Johannesoffenbarung 1941 anfertigte. Mitten im Krieg, vier Jahre nachdem der große Künstler, von den Nazis als „entartet“ qualifiziert, schon nicht mehr in Deutschland lebte, erhielt er in Amsterdam den Auftrag eines Frankfurter Privatiers.

Genau vierundzwanzig Mappen wurden hergestellt, eine Zahl, durch die man der offiziellen Zensur entging, die bei 25 Exemplaren anfing. Die Zeit ihrer Entstehung könnte den Schluss nahe legen, Beckmann benutze die Apokalypse, um auf die Schrecken des Krieges zu verweisen, doch das genau tut er nicht. So sind mit den Lithographien, die eigenhändig vom Meister koloriert und erst vor kurzem von einem Sammler im Kunsthandel entdeckt wurden, geprägt von einer seltsamen Metaphorik, die dem modernen Betrachter gelegentlich wie Comics erscheinen.

Bewusst wählte der Maler Szenen aus, die noch nicht oder selten in der Kunstgeschichte dargestellt wurde. Um dies zu verdeutlichen, stellt das Museum Illustrationen der vergangenen Jahrhunderte den Drucken gegenüber, der Fundus der Universitätsbibliothek macht´s möglich. Der Stoff, den Beckmann umzusetzen hatte, gehört in seiner Interpretation zu den kompliziertesten der überlieferten Texte überhaupt. Um das Jahr 100 nach Christus entstanden, in der Zeit der Verfolgung durch Kaiser Domitian, erzählt es von den Visionen und Prophezeiungen über den Weltenlauf und vor allem das Weltende. Ein Thema, das in unendlichen Variationen die Gemüter seither bewegt.

Ob es wirklich Johannes war, der diese eindrucksvollen, wenn auch teilweise kaum zu deutenden Bilder sah, ist auch nicht genau zu klären. In Anklängen an das Alte Testament und Apokalyptik des jüdischen Religion wird der nahe erwartetete Zusammenbruch der Welt, die Überwindung des Satans und die Vollendung des Gottesreiches geschildert. Vielleicht war es gerade diese Parallele zum NS-Regime, die Beckmann davon abhielt, sich ihrer bildlich zu befassen. Seine sehr kraftvollen, mit Aquarellfarben gestalteten Bilder beziehen sich auf die Ursymbolik und bekommen dadurch einen zeitlosen Charakter. Immer wieder ist der Künstler persönlich als Seher dargestellt, immer wieder greift er konstruktive, nicht ausschließlich destruktive Aussagen der Apokalypse auf. Seine Impressionen von der Verbindung Traum und Wirklichkeit, Realität und Vision erstaunen und machen nachdenklich. Und, obwohl seine Handschrift nicht zu übersehen ist, ist es doch ein anderer Beckmann, der sich in diesen Lithographien darstellt.

MAX BECKMANN "Apokalypse"
Letzter Ausstellungstag: Sonntag, 12. Juni 2005 im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg

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