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Realos in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt im Kunstportal.-BW

Städtische Galerie Rastatt im kunstportal-bw

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt

13. Mai bis 28. August 2011
"REALOS - Neue Optionen der Malerei" in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt

Porträts der beteiligten KünstlerInnen und ihrer Arbeiten

In dem großformatigen Bild "Wir" aus dem Jahre 2004 präsentiert sich Billib auch als Figuren- und Porträtmaler. Gleich zweimal setzt der Künstler sich selbst ins Bild in nahezu identischer Positur und Kleidung. Während das rechte Selbstporträt den Betrachter eher teilnahmslos in den Blick nimmt, schaut das linke leicht verstohlen am Betrachter vorbei wie ein ertappter Täter mit dem Tatwerkzeug in der Hand, einem Stück Kreide, das auf den als planzeichnerisches Graffiti ausgeführten Stuhl auf der Wand als Tat verweist. Erscheinen hier der wahrnehmend schauende Billib und Billib der Zeichner als zwei Personen in gleicher Identität und doch irgendwie verschieden?.

Realos in der Städtischen Galerie Rastatt im SWO | Kunstportal Baden-Württemberg

Hans Joachim Billib, Jahrgang: "Wir", 2004
Öl auf Leinwand, 40 x 90 cm

Die geheimnisvolle Duplizität löst sich in der weiteren Bildkomposition dadurch auf, dass der Betrachterblick von dem schräg nach vorn gekippten, weiß auf die Wand gezeichneten Stuhl auf den ins Bild hereinragenden Tisch abgelenkt wird, auf dem eine Katze sitzt, die gebannt in den Bildhintergrund und durch das Fenster hinausblickt auf eine Berliner Häuserszene mit winterlichem Abendhimmel. Es ist "Mica", die häufig die einzige Gesellschaft im Atelier von Hans Joachim Billib ausmacht und dadurch den Titel des Bildes "Wir" von den beiden Selbstporträts, auf die er zunächst gemünzt scheint, wegführt und auf die Mensch-Tier-Beziehung zwischen dem Künstler und seiner Hauskatze hindeutet. Die beiden Fensteröffnungen sind nicht als richtige Fenster wiedergegeben, sondern als nackte Aussparungen im Mauerwerk eines Rohbaus, an den von außen an die Fensterbrüstung noch eine abgesägte Leiter angelehnt erscheint. Bei längerem Hinsehen wirken die Fenster, obwohl sie augenscheinlich eine Aussicht ins Freie ermöglichen, allerdings wie aufgehängte Bilder im Raum und gehen mit den Bodenfließen und dem schräg aufliegenden Tischtuch die Symbiose eines konstruktiven Interieurs ein. Hinter der Wand ist plötzlich vor der Wand, die Fenster nach draußen verwandeln sich in Bilder im Innern.

Billibs Malerei in ihrer durchkomponierten Form macht solche Transformationen und Wechselblicke möglich und zu einem Sehereignis, das philosophische Dimensionen eröffnet. Nun erscheint auch die inhaltliche Deutung des Bildes "Wir" in seinen Einzelelementen nicht mehr wichtig und die motivische Verrätselung, die an René Magritte erinnert, muss nicht länger auf Auflösung warten. Der Bildgehalt ist bereits aufgelöst in ein abstraktes, sich selbst genügendes Gesamtgefüge von unsichtbar wirkenden Flächen-, Linien- und Farbvektoren, denen sich die dargestellten Gegenstände und Dinge unterordnen und die sie in einen spannenden Ausgleich der Kräfte vereinen, damit das Bild, wie Billib sagt, "ganz auf sich allein gestellt in der Lage ist, sich zu behaupten".

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