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Wege der Weltweisheit: die Hermannsschlacht in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt im

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt

"Wege der Weltweisheit: die Hermannsschlacht" von Anselm Kiefer in der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt und im Frieder-Burda-Museum Baden-Baden

Um weitergehenden Mutmaßungen vorzubeugen, sei darauf hingewiesen, dass Anselm Kiefer unter dem gleichen Titel und in ähnlicher Präsentation in der Zeit zwischen 1977 und 1990 mehr als ein halbes Dutzend Versionen der Monumentalcollage gefertigt hat, die unterschiedliche Variationen des selben Themas darstellen und von denen einige erstmals im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 1980 gezeigt wurden. Hervorgegangen sind die Collagen aus einer Zusammenführung von zwei großformatigen Künstlerbüchern Anselm Kiefers, in denen bekannte Personen aus der deutschen Kulturgeschichte als Holzschnittporträts abgedruckt waren.

Das eine davon, „Wege der Weltweisheit“ betitelt, beinhaltete Persönlichkeiten aus dem bürgerlich-republikanischen Gottfried-Keller-Kreis, das zweite versammelte unter der Überschrift „Die Hermannsschlacht“ Porträtköpfe, die einer Nazi-Publikation entnommen waren, in der Dichter wie Hölderlin und Eichendorf sowie Philosophen wie Kant und Heidegger ideologisch vereinnahmt wurden. In der Collage führte Kiefer somit Personen aus dem links- und dem rechtsbürgerlichen Spektrum zusammen und gruppierte sie um den in Gestalt einzelner Baumstämme sichtbaren Mythos des „deutschen Waldes“. Er schuf damit ein Bild dafür, wie sowohl der Mythos „Wald“ als auch die nach Art einer Holzmaserung vergröbert wiedergegebenen Personen den ideologischen „Brennstoff“ lieferten, mit dem die Nazidiktatur im 20. Jahrhundert ihren „Weltbrand“ inszenierten. Nicht von ungefähr hatte Kiefer seine Holzschnittserie darum unter die Stichworte „Verholzen“ und „Verbrennen“ gestellt und in der Übermalung der Collagen in der Bildmitte die aufsteigenden Flammen eben dieses „Weltbrandes“ aufsteigen lassen. Die Collage erscheint daher als künstlerischer Ausdruck für den Missbrauch des Mythos und der an ihm beteiligten Menschen im Hinblick auf ihre Vereinnahmung durch eine menschenverachtende Ideologie. Sie stellt daher den Versuch dar, das Trauma des Dritten Reiches bildhaft zu verarbeiten, und zeigt Anselm Kiefer als mahnenden Moralisten der bildenden Kunst.

Um weitere Informationen zum Hintergrund und zur Ausführung der Monumentalcollage von Anselm Kiefer für interessierte Besucher zu bieten, werden in der Städtischen Galerie Fruchthalle ab 14. Oktober jeweils freitags um 15.30 Uhr öffentliche Sonderführungen zum galerieüblichen Eintritt von 3 € (erm. 1,50 €) veranstaltet. Öffnungszeiten der Galerie: Freitag bis Sonntag und an Feiertagen 10-17 Uhr.

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