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Die 1990er Jahre - Kunst in Baden am Ende des 20. Jahrhunderts –in der Städtischen Galerie Fruchthal

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt

Ehemaliger „Broiler“ in der Kunst-Box

15.05. - 05.10.2014
Die 1990er Jahre - Kunst in Baden am Ende des 20. Jahrhunderts

13.09., 15 Uhr: Führung zu den Exponaten der Sammlung Westermann

Sammler Günter Westermann informiert über Entstehung und Hintergründe der gezeigten Objektboxen.

Immer wieder gelingt es Peter Hank, dem Leiter der Städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt bei den jährlich stattfindenden Bestandsausstellungen, Aspekte der Städtischen Sammlung und der Sammlung Westermann in ein neues, ein gänzlich anderes Licht zu rücken.

Der jeweilige Betrachter bekommt längst zu sehen geglaubtes in einer völlig neuen Konstellation vor Augen geführt und wird somit angehalten, auf´s Neue wahrzunehmen und zu verarbeiten.

Städtische Galerie Rastatt im Kunstportal Baden-Württemberg

IngeBroska: PARTYSERVICE, 1992
Gipspatiniert; © Inge Broska, Sammlung Westermann

Im hinteren Bereich des Mezzaningeschosses sind aus dem großen Galeriebestand der Sammlung Westermann, veränderte Objektboxen von 17 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die eigentlich allesamt bei dieser Präsentation nur eines gemeinsam haben, dass die jeweiligen Arbeiten in den 1990er Jahren entstanden sind. Einige der Beteiligten brachten die zu jener Zeit bei ihnen angesagte Arbeitsweise ein. Andere wiederum erdachten sich etwas „aus dem üblichen Rahmen fallendes“, etwas ganz Spezielles. Hier waren einmal mehr der Einfallsreichtum auch für dieses verhältnismäßig kleine Format gefordert, was aber gerade den Reiz der Sammlung ausmacht.

Vor allem war ja immer die Möglichkeit gegeben, aus der Box „raus“ zu gehen oder die Box zu deformieren. Letztendlich musste das Basismodul der Box nur - auf welche Art und Weise auch immer - Bestandteil des kleinen Werkes sein.

Gerade bei den Arbeiten von Andreas Helmling, Renate Koch und Kirsten Klöckner ist das Überschreiten des Rahmens nach unten sehr augenscheinlich auszumachen.
Da sieht man bei der Arbeit „Mausefalle“ welche die Objektkünstlerin Kirsten Klöckner 1996 realisiert hatte, das Kabel einer sich in der Box befindlichen Computermaus nach unten hängen. Spontan entsteht hier die Frage, was soll überhaupt eine solche Maus, die heute fast jeder zweite besitzt in einem Kunstwerk. Die Künstlerin hat sich hier aber schon Gedanken gemacht. Einmal hat sie sich mit der Maus, die nach vielen Stunden Arbeit am PC schon fast an ihrer Hand angewachsen schien, identifiziert. Nachdem die Maus ihr zur Bewegung in der virtuellen Welt verhalf, wurde sie nun in die Box eingesperrt. Gleichzeitig hatte sie somit dem Betrachter die Möglichkeit gegeben, frei zu assoziiren..

Nach vorne das Format überschritten hat Inge Broska mit der Arbeit „Partyservice“ von 1992. Ein Brathähnchen aus patiniertem Gips weist hier schon auf die Kunstrichtung Eat-Art hin, welche der 1930 geborene Daniel Spoerri geprägt hat. Als Schülerin von Spoerri fühlt sich die Künstlerin in einem Großteil ihrer Arbeiten ihrem berühmten Lehrer verbunden. Das Hähnchen war Bestandteil einer Inszenierung, bei welcher einmal mehr auf die Zusammenhänge zwischen menschlicher (Fr) Esskultur und unwürdiger Massentierhaltung verwiesen werden sollte. Gleichzeitig erinnert die Künstlerin an einen „geschichtlichen“ Vorgang. Nachdem in der ehemaligen DDR für Brathähnchen das das Wort „Broiler“ verwendet wurde, verschwand das Wort nach der Wende immer mehr. Auch hier hatte man aus der Sicht von Inge Broska viele Jahre DDR-Geschichte einfach ungeschehen gemacht.

In eine größere Installation eingebaut wurde die Box von dem Objektkünstler Diethard Blaudszun und dem Maler Gerold Bursian. Mit spannenden Einfällen und erfrischenden Ergebnissen nahmen sich die international bekannten ehemaligen Dokumenta-Teilnehmer Gloria Friedmann und A. R. Penk der Veränderung einer Box an.

Aus dem Bereich der Bildhauerei sind die Karlsruher Karlheinz Bux, Andreas Helmling und Renate Koch, sowie der verstorbene Ugge Bärtle aus Tübingen vertreten. Malerei und Objektkunst findet sich Arbeiten von Margret Eicher, Ralph Fleck, Joachim Kupke, Ursula Laquay-Ihm und Vera Röhm. Mit hervorragenden Mixed Media Arbeiten ist Norbert Nolte präsent und last but not least ist die verstorbene Malerin Vera Issleiber - von der in der Gesamtausstellung eine ihrer großartigen Zeichnungen zu finden ist - mit einer Miniatur-Plastik aus ihrem Spätwerk vertreten.

Günter Westermann

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