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Projektionen d im Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-

Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-bw

Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-bw

25. August bis 30. September 2018

PROJEKTIONEN IV: | CHRISTOPH GIRARDET & MATTHIAS MÜLLER: PERSONNE (2016)

HD-Video, 15 Min.Ausstellungsdauer: Vernissage: 24. August 2018, 19 Uhr

Es gibt einen kurzen Moment in der Videoarbeit »personne« von Christoph Girardet und Matthias Müller, da spürt der Betrachter den Impuls zu soufflieren und selbst eine Antwort zu finden auf das, was letztlich nicht benannt werden kann. »The most significant thing about me is« steht auf einem Blatt Papier, eingespannt in eine alte Schreibmaschine. Dann bricht der Satz ab. In der Leerstelle, die entsteht, manifestiert sich die Krise der Selbsterkenntnis. Tatsächlich ist »personne« eine Meditation über Entfremdung und eine Inszenierung des Schreckens in Anbetracht des Nichts. Wenn eine Faust blitzschnell über Buchrücken fährt, die akkurat in Reihe stehen, lässt sich ein Titel entziffern: Essays on Fear.

Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-bw

Christoph Girardet & Matthias Müller: personne (2016), (Still, Ausschnitt), HD-Video, 15 Min. | © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Christoph Girardet & Matthias Müller, personne (2016), (Still, Ausschnitt), HD-Video, 15 Min.

Jean-Louis Trintignant, der Protagonist dieses Found-Footage-Films, bewegt sich wie somnambul durch eine Welt, in der die Spuren seiner Existenz gelöscht zu sein scheinen. Leere Fotoalben, blanke Zettel, karge Interieurs: Indizien verlorener Erinnerung. Wenn dann für einen Augenblick René Magrittes Gemälde »La reproduction interdite« (Die verbotene Reproduktion) aufscheint, die Rückenansicht eines Mannes, der sein Ebenbild von hinten betrachtet, dann ist das nicht allein eine Metapher der gescheiterten Selbstfindung. »Wer auch immer das Bild anschaut«, hat Magritte einmal verraten, »der repräsentiert das, was er sieht.« In der einsamen Gestalt Trintignants und seiner unheimlichen Wiedergänger Gregory Peck, Peter Finch oder Henry Fonda werden wir mit uns selbst konfrontiert. In Filmen, heißt es nach Jean Cocteau, könne man dem Tod bei der Arbeit zusehen. Das trifft auf »personne« in besonderer Weise zu, weil die einprägsame Schlusssequenz, in der ein junger Trintignant in den Rückspiegel schaut, um im nächsten Moment als Greis im Wagen zu sitzen, Lebenszeit magisch verdichtet. Doch es gilt darüber hinaus grundsätzlich für die gemeinsamen Werke der beiden Künstler, in denen das Thema von Abwesenheit und Verlust reflektiert wird. Seit 1999 arbeiten Girardet (*1966) und Müller (*1961) in Abständen immer wieder zusammen. Ihre komplexen Montagen aus vorgefundenen Bildern und Filmszenen schaffen neue Erzählungen. Dass sie dabei das Referenzsystem des Kinos und seine Ästhetik der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre, die verloren zu gehen droht, subtil reanimieren, gehört zu den produktiven Paradoxien ihrer Kunst.

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