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Projektionen c im Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-

Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-bw

Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-bw

13. Juli bis 19. August 2018
PROJEKTIONEN III: HIWA K: PRE-IMAGE (BLIND AS THE MOTHER TONGUE) (2017)

HD-Video, 18 Min.
Vernissage: 12. Juli 2018, 19 Uhr


HIWA K, Pre-Image (Blind as the Mother Tongue), 2017 (Still, Ausschnitt), HD-Video, 18 Min.

Die Videoarbeit »Pre-Image (Blind as the Mother Tongue)« zeigt den irakisch-kurdischen Künstler Hiwa K zu Fuß auf dem Weg durch weite Landschaften, über Straßen und Brücken, entlang von Siedlungen und Hafenanlagen. Er folgt den Etappen einer Flucht, die ihn vor Jahren aus dem Nordirak über die Türkei und Griechenland nach Italien führte. Auf der Nase balanciert er ein merkwürdiges Objekt, bestehend aus einem langen Stab und mehreren Motorradspiegeln, die seine Umgebung reflektieren und ihm als Navigationshilfe dienen. Im prekären Akt des Balancierens wiederholt sich die Erfahrung der Desorientierung und existentiellen Verunsicherung. Um sich zu erinnern, verrät seine Stimme aus dem Off, brauche man manchmal archäologische Werkzeuge der besonderen Art. Die fragmentarischen Spiegelungen – Hiwa K nennt sie »Pre-Images« (Urbilder) – werden von bruchstückhaften Erzählungen begleitet.

Kunstmuseum Ravensburg im kunstportal-bw

HIWA K: Pre-Image (Blind as the Mother Tongue), 2017 (Still, Ausschnitt), HD-Video, 18 Min.; Coproduced by Open-Vizor, Abbas, Nokhesteh, Courtesy the artist, KOW, Berlin

Erinnerungen an seine Mutter, die mehrmals versuchte, ihn abzutreiben, an die Nachricht vom Tod seines Vaters und an den Cousin, der einen Fluchtversuch mit dem Leben bezahlte. Der eigene Aufbruch ins Ungewisse könnte tödlich enden. Wenn von den Tagen als blinder Passagier im Rumpf eines Schiffes die Rede ist, bleibt die Leinwand schwarz, die Muttersprache löst das erlernte Englisch ab. Regression und Progression, Rückbesinnung auf das alte Ich und Vergewisserung der neuen Identität bedingen das psychische Gleichgewicht. Auch das ist ein Balanceakt.

Hiwa K (*1975) lebt mittlerweile als politischer Flüchtling in Deutschland. In seinen Videoarbeiten, Performances und Installationen untersucht er Phänomene der Isolation, Entfremdung und Assimilation. Auf der documenta 14, wo »Pre-Image (Blind as the Mother Tongue)« im Athener Konservatorium zu sehen war, griff er die Migrationsdebatte auch mit seinem »One Room Apartment« auf, einer Treppe mit Betonpodest, auf dem eine schmale Bettstatt den Blicken ungeschützt ausgesetzt war. Vor der documenta-Halle in Kassel ließ er sechzig Röhren stapeln, ausgestattet mit Möbeln und überlebenswichtigen Gegenständen. Er hatte auf der Flucht vor Saddam Husseins Truppen selbst einmal in einem solchen Stapel Schutz gesucht. In den Werken Hiwa Ks manifestiert sich eine Sphäre des Dazwischen, eine Zone des Übergangs. Sie ruft uns ins Gedächtnis, formulierte documenta-Leiter Adam Szymczyk, »dass wir – auch wenn wir ankommen – immer auf den Ort zurückblicken, wo unsere Reise begann und wohin wir, vielleicht, niemals zurückkehren werden«.

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