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Kulturtipps von Uli Rothfuss in der Virtuellen Kulturregion: Theatertipp Untertageblues

Kulturtipps von Uli Rothfuss in der Virtuellen Kulturregion

Erzählen – von nichts anderem als vom Leben.

Lohnende Theaterbegegnung: „Untertagblues“ – ein Stationendrama von Peter Handke im Sandkorn-Theater Karlsruhe

„Am Schönsten wäre es, wenn man nicht wüßte, wohin man führe“ – dieser Ausdruck der Hoffnungslosigkeit, des eigenen Bedauern, dieser Pessimismus des Rat- und Rastlosen ist einer der zentralen Sätze des „Wilden Mannes“ im neuen Stück von Peter Handke, im „Untertagblues“, das jetzt – nach der Uraufführung in Berlin und einer Inszenierung in Wien – im Sandkorn-Theater in Karlsruhe gezeigt wird. Im Gegensatz zu Berlin, wo das Stück etwas ratlos aufgenommen wurde, und zu Wien, wo es als Publikumsbeschimpfung ausgepfiffen wurde, feierten die Zuschauer in der Karlsruher Premiere das Ensemble mit heftigem, minutenlangem Beifall. Und dies obwohl, oder vielleicht auch gerade weil das Stück in sich Alltägliches birgt, das durch eine intensive, unter die Haut gehende Inszenierung greifbar wird, greifbarer als das Leben draußen, in dem man ein Menschlein ist.

Der österreichische Regisseur Alfred Meschnigg ist alter Handke-Kenner, und er versteht es, mit den Stoffen des einerseits sprachmächtigen, andererseits seltsam abgehoben scheinenden Autors umzugehen. Im Fall des „Untertagblues“ gelang es dem Regisseur, die sicher, zum Teil sogar mit grandioser Empathie gesprochenen Monologe des „Wilden Mannes“, gespielt vom langjährigen Sandkorn-Ensemblemitglied Frank Landua, nie langweilig werden zu lassen, auch nie – die Gefahr besteht durchaus – abgedroschen, schon einmal gesagt wirkend. Wie gelingt ihm das? Meschnigg schafft es, auch mithilfe des geschickt ausgeheckten Bühnenbildes (das im übrigen von Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Schnorbach gesponsert wurde), Personen, nein: Typen! auftreten zu lassen, die langsam, schleichend zum eigentlichen Kern des Stückes werden. U-Bahn-Typen, wie sie jeder kennt, der ab und zu mit Bahn oder Metro fährt, der mit halbwegs offenen Augen die Menschen um sich beobachtet: die ältliche Dame, die vor Angst ihre Handtasche fest auf den Beinen umklammert; den Bratschisten, der mit geschlossenen Augen eine Melodie auf dem Koffer seines Instrumentes mit den Fingern trommelt; den jungen Sportler, verschwitzt und in Turnschuhen, Kaugummi kauend; auch der etwas orientierungslos Umherlaufenden mit seinem swanetischen Hut kommt einem merkwürdig bekannt vor.

Mit diesen „Typen“ spielt Regisseur Meschnigg eindrücklich: er appelliert subtil an „déjà – vu“ – Erlebnisse des Zuschauers, und der „Wilde Mann“, von einem Monolog in den nächsten stürzend, muß diese Wiederbegegnung des Zuschauers mit eigenen Erlebnissen nur noch unterstützen.

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