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Ein Wunderbuch: Das Magazin-Magazin

Ein Magazin zum Jubiläum der 101sten Ausgabe mit einem Fotoessay beginnen zu lassen, ist ein Risiko. Heike Gfrereis und Dietmar Jaegle gingen es ein – und gewinnen: Fotos aus den Magazinen des Literaturarchivs in Marbach, die demjenigen, der schon Einblicke in die äußere Sterilität der Marbacher Kellerräume hatte, Erinnerungen wachrufen – und jenen, die sich diesen Tempel der Literatur voll sinnlicher Buchverführungen vorstellen, ein wenig Ernüchterung bieten. Ein Fotoessay von Dominik Obertreis, der allein dieses Büchlein schon betrachtens-, lesenswert macht.

Was ist neu am „neuen“ Marbacher Magazin? Direktor Ott scheint es in seinem Vorwort auch nicht recht zu wissen: gewandt drückt er aus, dass das Magazin fortsetzen will, was es gewesen sein möchte, es „sollen die Texte leichten Schrittes einherkommen, wichtig sein aber nicht gewichtig, und das Ganze will bunt und variantenreich bleiben“. Das Neue an diesem Buch ist, dass das Magazin in Marbach zum Thema des Marbacher Magazins gemacht wurde – es wurde dem „vieldeutigen Magazin-Begriff in der deutschen Sprache und Literatur nachgegangen“. Und es kommen Autoren unterschiedlich zu Wort: in der Blütenlese Klassiker von E.T.A. Hoffmann über Jean Paul und, mehrmals, Goethe, bis hin zu, natürlich: Schiller, in dessen „Räuber“-Drama auch ein Eisen“magazin“ vorkommt und der in einem Brief an Caroline von Beulwitz vom 10. Dezember 1788 schreibt: „Die Geschichte ist überhaupt nur ein Magazin für meine Phantasie ...“.

Lesenswert der Essay von Jochen Meyer, Leiter der Handschriftenabteilung des Schiller-Nationalmuseums und Deutschen Literaturarchivs in Marbach: Die Welt zerfällt in Zettelkästen, behauptet er und vermittelt uns die Einsicht vom Nachlasser, der uns mit seinem Nachlass ein Bild von sich selbst überliefert, der Nachlass also als Spiegelbild seiner selbst, das der Nachlasser bewahren will – dies am Beispiel des Fontane-Freundes Eggers, Kunsthistoriker und Lyriker. Dazu stellt Meyer Momentaufnahmen: Erinnerungen an Ernst Jünger, an Stephan Hermlin.

Und schließlich, Herzstück dieses Büchleins: die Originalbeiträge über Marbachs Magazine. Barbara Bronnen, Wolfgang Frühwald, Frijs Galeergée, Peter Härtling, Eckard Henscheid, Helmut Krausser und Hanns-Josef Ortheil sind mit Texten im Buch, die überraschen, animieren: sehr persönlich gehaltene Erinnerungen an Besuche im Magazin, an Begegnungen, Spurensuchen wie die Barbara Bronnens, die ihren Anfang im Literaturarchiv nahmen und selbst Literatur wurden.

Ein sehr sehenswertes, lesenswertes Büchlein aus Marbach. Dank an Heike Gfrereis und Dietmar Jaegle.

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