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Kulturtipps von Uli Rothfuss in der Virtuellen Kulturregion

Kulturtipps von Uli Rothfuss in der Virtuellen Kulturregion

Stimme vom Ende der Welt:

der Tschuktsche Juri Rytcheu und sein grandioses erzählerisches Werk

"Ich bin geboren, wo der Globus zur Realität wird: Rechts ist der Stille Ozean, links das Eismeer, hinter mir die östliche Halbkugel, vor mir die westliche. Dort habe ich bis zum sechzehnten Lebensjahr in einer Jaranga gelebt, der einzigen Behausung, in der der Mensch den Polarwinter übersteht" - so beschreibt der tschuktschische Schriftsteller Juri Rytcheu seine Herkunft als Weltbürger, die - er schreibt es in fast allen seiner Bücher - geprägt ist vom Verlust der Traditionen und Mythen des eigenen Volkes und von dem Durchsetzen sowjetischer, was heißt: russischer Lebensart im fernsten Nordosten der einstigen Sowjetunion, auf der Halbinsel Tschukotka, die fast direkt an den einstigen Klassenfeind USA grenzt. Juri Rytcheu wurde im Jahr 1930 als Sohn eines tschuktschischen Polarjägers und einer Eskimofrau geboren, er besuchte nach der Schule ein Lehrerinstitut auf der Halbinsel Tschukotka und kam Anfang der fünfziger Jahre nach Leningrad, wo er am Institut für nordische Völker studierte. Nach einem Journalistikstudium arbeitete er eine Zeitlang für die Magadaner Prawda im fernen Osten, um sich dann endgültig mit seiner Familie - er hatte gleich zu Beginn seines Studiums eine russische Frau geheiratet - in Leningrad niederzulassen. Dort, im heutigen St. Petersburg, lebt Juri Rytcheu heute noch, in seine Heimat Tschukotka kam er während der Jahre immer wieder, und die Veränderungen dort sind immer auch Thema seiner Bücher. Juri Rytcheu beschreibt in seinen Büchern - weit über dreißig sind bis heute erschienen - vor allem das Zusammenprallen unterschiedlicher Zivilisationsstufen: die jahrtausendealte Kultur des vom Walfang und von der Rentierzucht lebenden Volkes an der Küste der arktischen See, die innerhalb weniger Jahre von der Zivilisation des 20. Jahrunderts überrollt und in weiten Teilen niedergewalzt wurde und doch in Nischen Erinnerungen an die eigene Identität bewahren konnte.

Als ich vor Jahren den ersten Roman von Juri Rytcheu in den Händen hielt, begann für mich die langsame Entdeckung eines Schriftstellers, seines Werkes und eines fernen, fremden Landes. Rytcheu versteht es nicht nur, mit großer sprachlicher Kraft eindrückliche und poetische Bilder seiner Heimat zu zeichnen, seine oft kunstvoll und vielschichtig komponierten Romane bewirkten bei mir auch ein langes, intensives Nachdenken über den Schutz von gefährdeten Kulturen, über das Lebendigerhalten von Traditionen mit den Mitteln der Literatur, über die Bildung von Legenden und deren Bedeutung für die Identität eines Volkes.

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