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Kulturtipps von Uli Rothfuss im .kunstportal-bw

Kulturtipps von Uli Rothfuss im kunstportal-bw

Der Schriftsteller: Arbeiter für eine funktionierende Welt
Über Europäische Identität und die Aufgabe der Schriftsteller

von Uli Rothfuss

Kultur, Europa und die Schriftsteller. Ein spannendes Thema.

Kultur hat mit Offenheit zu tun, mit Toleranz anderem gegenüber. Echte Kultur gibt es nicht ohne Vielfalt, und Vielfalt gibt es auch nicht ohne Offenheit für neues, für anderes. Europa lebt von dieser Offenheit, von der Bereitschaft, neues aufzunehmen. Offenheit als Grundbedingung für Vielfalt.

Europa ist dabei, sich neu zu formieren; das alte Europa, bestehend aus den Staaten Mittel- und Westeuropas, erneuert sich dadurch, dass Länder hinzukommen, die aus dem Blickfeld geraten sind, und zwar Länder, die Europa bereichern über die Europäische Union hinaus: Europa besteht nicht nur aus diesen jetzt 26 Staaten des Zusammenschlusses, sondern geografisch und kulturell weit über diese hinaus.

Das "Alte" Europa - ein Begriff, um diffamiert zu werden?

Der Begriff "Altes Europa" wurde vor kurzem in extremer Weise diffamiert. Im Zusammenhang mit dem letzten Irak-Krieg hat der US-Verteidigungsminister diesen Begriff in einem eindeutig negativen Zusammenhang als eine Einordnung der europäischen Staaten genannt, die sich der blinden Nachfolge in diesen Irak-Krieg verweigerten (der ja bekanntlich bis heute andauert, wie man jeden Tag an Meldungen über Kämpfe und Opfer des Krieges über die Medien erfahren kann); "alt" wurden die europäischen Staaten in dem Sinne von rückwärts gerichtet, antiquiert, ohne zukunftsgerichtete kulturelle Kraft, und deshalb, wenn man die "großen globalen Herausforderungen" betrachtet, einfach und frühzeitig resignierend, bezeichnet.

Kann man von einem Niedergang der politischen Kultur des sprechen, wenn solcherart hanebüchene Vorwürfe erhoben werden? Scheinbar ja. Dieser Niedergang scheint nicht zuletzt darin begründet, dass heutige Berufspolitiker, oft Karrieristen von Anfang an, meist nur noch ihre politische Karriere als Berufsziel verfolgen und auf keine andere lebensbezogene Berufsausbildung, auf keine andere Berufstätigkeit, aber auch auf kaum andere Erfahrungen in gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen zurückblicken können - auch, angesichts vermeintlicher Herausforderungen in einer globalisierten Welt, nicht mehr wissen und oft auch nicht mehr wissen wollen, wo die eigene Kultur im Detail her kommt und wo die kulturellen Wurzeln des eigenen Landes und Volkes liegen; kulturelle Verschränkungen und Einflüsse aus anderen Gesellschaften heraus werden, eines eindeutigen Weltbildes willen, gleich gar nicht einbezogen.

Zugegeben, bei einer Patchwork-Kultur wie der in Amerika, die sich aus Einflüssen und Elementen aus aller Welt zusammensetzt - und sich zudem dagegen wehrt, wesentliche „eigene“ Elemente im gebührenden Umfang wahrzunehmen (z.B. der chinesischen oder der spanischen Kulturen in Amerika) -, ist dies auch schwierig. Aber genau diese Besinnung auf die eigene Herkunft, auf die eigenen kulturellen Traditionen, bietet in ihrer seltenen Vielfältigkeit der europäischen Kultur die Möglichkeit, sich abzugrenzen vom dominanten „Bruder“ im Westen und ein "kulturelles Europa" zu konstituieren - nicht im Sinne einer Ablehnung, sondern im Sinne der Deutlichmachung eines Unterschiedes, in der Deutlichmachung einer eigenen Identität.

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