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Kulturtipps von Uli Rothfuss in der Virtuellen Kulturregion

Kulturtipps von Uli Rothfuss im kunstportal-bw

Schreiben als eine Autobiographie der eigenen Seele
Miral al-Tahawi - eine arabische Schriftstellerin des modernen Ägypten

Von Uli Rothfuss

Sie erhielt als erste Schriftstellerin den staatlichen ägptischen Förderpreis für Literatur; wuchs in einer Beduinenfamilie auf, studierte - ganz gegen die Tradition der Rollenverteilung der Geschlechter - Literaturwissenschaft und lehrt heute als Dozentin an der Fakultät für Literatur und literarische Kritik der Kairoer Universität und arbeitet an ihrer Dissertation über "Die Wüstenromane in der arabischen Literatur": Miral al-Tahawi.

Kulturtipps von Uli Rothfuss in der Virtuellen Kulturregion SWO

Miral al-Tahawi

Ihr erster Roman, in Kairo 1996 erschienen und inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt, 2001 auch auf Deutsch (Das Zelt, Roman, 140 S., Unionsverlag, Zürich), machte sie auch im Westen bekannt: Miral al-Tahawi ist eine Schriftstellerin, die es virtuos versteht, mit betörenden Bildern zwischen den Welten zu wechseln; die Grenzen aufhebt mit einer unbändigen Phantasie und es doch nicht dabei beläßt, die nicht nur spannende Einblicke in das Fremde des Beduinenlebens gibt, sondern viel früher ansetzt: den Leser packt mit dem Sog ihrer Sprache. Gleichzeitig fordert sie dem Leser eine beinahe unglaubliche Geduld ab mit ihren Geschichten - eine Geduld, die reizt und das Weiterlesen in ihrem Roman fast zur Manie werden läßt. In Miral al-Tahawis Roman "Das Zelt" sind es keine konkreten Ereignisse, die eine Handlung vorantreiben oder das, was passiert, erklären. Die Ereignisse haben ihre eigene Bedeutung. Das läßt den sensiblen Leser aufhorchen, denn die Handlungsmomente bieten ihm keine Lösungen an - diese muß er selbst, ganz für sich, suchen. Fatima, die junge Heldin des Romans, wächst in einer Beduinenfamilie in der Wüste auf.
Die Mauern um den väterlichen Hof sind für sie wie die Mauern eines Gefängnisses. Nur die Phantasie bietet ihr die Möglichkeit, zu fliehen, die Mauern zu überwinden. Die junge Fatima nutzt Geschichten und Legenden, um sich ihre eigene Welt zu bauen. Die Autorin reiht, ganz in der Tradition der arabischen Literatur, sinnliche Bilder und Motive aneinander und entwickelt so labyrinthisch die Fortsetzung einer zusammenhängenden Geschichte. Sie erlaubt damit nicht nur Einblicke in eine faszinierende und fremde Welt, sie ermöglicht dem westlichen Leser darüber hinaus einen Blick durch das Auge einer östlichen Betrachterin auf das Innere des Beduinenlebens: "Der Roman ist eine Mischung aus Wirklichkeit, Phantasie und Symbolik, die viel Deutung zuläßt, und er ist auch eine wunderbare Mischung aus Poesie und stilistischem Können", sagt der Rezensent Ismail an-Naquid.

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