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Kulturtipps von Uli Rothfuss im kunstportal-bw

Kulturtipps von Uli Rothfuss im kunstportal-bw

"es gibt keine spur" von rainer wedler

kurze texte verspricht der autor, rainer wedler. texte, die uns „angehen“ – an-gehen im doppelten wortsinn. texte, die uns ganz nah auf die haut rücken, mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben, wollen wir nicht von außen her von ihnen überwältigt werden; texte können kräfte entwickeln, die uns physisch zu schaffen machen, und hier sehe ich auch solche texte, sie sind differenziert und in der lage, uns zu umschmeicheln, aber auch frontal faustschläge zu versetzen; und texte sind es zugleich, die uns ganz persönlich angehen, die tief in unser innerstes zielen, hineingreifen und uns uns selbst bewusst machen: uns ganz „sein“ lassen; texte, die so zu seinsspiegeln werden, eines jeden von uns, eines jeden, der liest, der eintaucht in diese „kurzen texte“...

Kulturtipps von Uli Rothfuss im kunstportal Baden-Württemberg

es gibt keine spur

schreibt der autor, überschreibt er seinen diesmal opulent umfangreichen band. keine spur. sollte es eine geben? hat es sie jemals gegeben? ein aufgebender titel: nach langem suchen die erkenntnis: es gibt keine spur. frustriert, die suche aufgebend, aus, vorbei, spuren verwischt, oder es gab nie eine. aber: eine spur von was, von wem?

kurze texte. kurze sätze, hingesetzt wie kleine denkmäler, die sich festbrennen in den untergrund, ja, vielleicht zu spuren werden. es gibt keine spur, also fügen diese kurzen, hingestampften sätze dauerspuren into my mind. erinnerungsspuren, die im gedächtnis bleiben, die nach-hallen, lange noch:

Schrankenlose Nacht ohne das Lamm des frühen Jahres, die Ähren des gelben Sommers, ohne den Saft der herbstlichen Trauben, das späte Feuer des Winters.

so spürt man die kraft, die aus worten strömt: das späte feuer des winters; erschließt sich mir, was das ist? ich gewinne, wenn ich nachdenke, eine ahnung, und es fröstelt mich, trotz des feuers. texte, die mich an-gehen.

mir gefällt an den texten von rainer wedler die bei ihm immer weiterentwickelte – ich kenne ja jetzt schon einige bücher von ihm – methode des erzählenden räsonnierens. dieser baron de b und b in der gleichnamigen geschichte, wie er immer tiefer hineinsinkt in seine eigene geschichte, wie sich um ihn zwangsläufigkeiten ergeben – die wir alle zu kennen meinen, wir werden er beim lesen, ganz er; und das ist literatur, sie lässt uns zum inventar werden der geschichten, die wir lesen, lesen ist ein spannendes konzept zu leben, über das ich schon lange nachdenke – jeden morgen ein gedicht ist das beste konzept gegen die willfährigkeiten, gegen die fährnisse des tages, es schützt, es bleibt ein zentraler gedanke, der über die widrigkeiten hinweg hilft, exkurs – und dieses lebenskonzept (oder –prinzip?) lesen kombiniert dieser autor mit seinem konzept des räsonnierenden schreibens, des fortschreitend räsonnierenden schreibens. er hilft mir so weiter, zusammenhänge meines eigenen leserlebens zu entdecken, le baron, der aussteiger, der denker, der nicht von seinem leben, von den bahnen seines früheren, loskommende, als erfüllungsgehilfe meiner selbst.

mit der zeit verwischt sich alles

der zentrale satz in der „menetekel“ genannten geschichte, vielleicht des ganzen buches, weil er so direkt auf den titel zurückweist:

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