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Käthe Kollwitz und Ernst Barlach in der Kunsthalle Göppingen

Kunsthalle Göppingen im Kunstportal Baden-Württemberg

e-mail: kunsthalle@goeppingen.de

18. Juli bis 24. September

Käthe Kollwitz und Ernst Barlach
Das ist alles ohnemaßen wirklich.

Eröffnung am Sonntag, 18. Juli 2004, 20 Uhr
Kunststiftung Bönsch auf Schloss Filseck

Die Ausstellung „Käthe Kollwitz und Ernst Barlach - Das ist alles ohnemaßen wirklich“ gibt mit rund 80 Grafiken und Skulpturen einen eindrucksvollen Überblick über das Werk der beiden Künstler, die ihr Schaffen ausschließlich dem Bild vom Menschen, gewidmet haben. Mit Werken des zeitgenössischen russischen Fotokünstlers Boris Mikhailov schlägt die Ausstellung einen Bogen in die Gegenwart. Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, den 18. November um 20 Uhr statt. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Reinhard Frank führt Dr. Annett Reckert in die Ausstellung ein.

Einen besonderen Schwerpunkt im Bestand der Kunststiftung Bönsch bilden jene Werke von Ernst Barlach, die seine tiefgreifende Liebe zu Russland zeigen. 1906 reiste Barlach mit seinem Bruder Nikolaus in den russischen Süden. Dort war er von der weiten Steppenlandschaft fasziniert, als Bildhauer jedoch gaben ihm die Bauern, Bettler und Vagabunden in ihren weiten Gewändern ein prägendes Motiv: „Russland gab mir seine Gestalten“, sagt Barlach, der mit seinen Figuren alle Dimensionen des Empfindens auszudrücken vermag, vor allem die dunklen Seiten des menschlichen Daseins: Angst und Schrecken, Verzweiflung, Trauer, Wut und Empörung, aber auch Liebe, Freude und Sehnsucht kommen in seinen Skulpturen und Grafiken zu einem ergreifenden Ausdruck.

„Ich will wirken in dieser Zeit“, steht programmatisch über dem Werk von Käthe Kollwitz, und dies ist politisch gemeint. Ist für Barlach die bäuerliche Bevölkerung eine Inspiration, so hat Käthe Kollwitz das soziale Elend des Arbeitermilieus der Großstadt im Blick, besonders die Rolle der Arbeiterfrauen und der Kinder, deren Nöte in der Berliner Praxis von Dr. Karl Kollwitz allgegenwärtig waren. Engagiert und politisch denkend ergreift sie mit ihren Werken immer wieder Partei. Durch Ernst Barlach findet sie zum Holzschnitt, dem Urmedium politischer Grafik. Die Ausstellung zeigt legendäre Plakatmotive wie den Holzschnitt „Hunger“, 1923, oder die Lithografien „Deutschlands Kinder hungern!“, 1924 oder „Brot!“, 1924. Radierzyklen wie „Ein Weberaufstand“, 1898, oder „Bauernkrieg“, 1903, machten Käthe Kollwitz schon zu Lebzeiten berühmt.

Im Werk des zeitgenössischen Künstler Boris Mikhailov (*1938) setzt sich ein engagierter Glaube an die Kraft von Bildern fort. In Charkov, seiner russischen Heimatstadt - in jener Stadt, die Barlach rund 100 Jahre zuvor bereiste - richtet er seinen fotografischen Blick auf die Menschen am Rand der Gesellschaft. Nach dem Ende des großen „Experiment Sozialismus“ zeigt er die Opfer der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den 1990er Jahren. Mit Bildern von Obdachlosen und Straßenkindern in Russland, die unvermittelt an die Kinderdarstellungen der Kollwitz erinnern, verbinden sich Kunstgeschichte und Kunst der Gegenwart, Realismus und künstlerische Zuspitzung. Mikhailov zeigt Menschen, die der gesellschaftliche Fortschritt ausgrenzt, andere Gesichter, in denen sich Menschsein ebenso zeigt wie Elend. Das berührt – in den Bildern.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes 60seitiges Katalogbuch mit Texten von Werner Meyer und Annett Reckert zum Preis von 8 Euro.

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