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Harald Schwiers im kunstportal-bw

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Schmökern mit Schwiers

Erotik im Winter

Man stößt immer wieder auf Autoren, die in Vergessenheit geraten sind. Die Gründe sind vielfältiger Natur; mal sind sie nicht mehr in Mode, der Zeitgeist hat sie überholt, mal ist das Sujet veraltet. Ganz tief im kollektiven Lesergedächtnis gibt es noch Spuren, aber eines der Werke gelesen zu haben, das weiß keiner mehr. Den Namen? ja, irgendwann schon mal gehört….

Harald Schwiers im kunstportal-bw

Zu dieser Kategorie Autoren gehört zweifellos Eduard von Keyserling: Das mag sich vielleicht im kommenden Jahr ändern, wenn sich Keyserlings Todesjahr zum 100. Mal jährt. Der Dichter hat bis zu seiner Erblindung ein umfassendes Werk aus Romanen, Novellen und Erzählungen hinterlassen Darunter sticht schon eines aufgrund seines Titels hervor: „Dumala“, 1908 erstmals erschienen. Der dunkel und düster klingende Titel geht auf ein Dorf in Keyserlings Heimat, dem Baltikum, zurück.

Hier lässt Keyserling seine äußerst spannungsreiche Geschichte um Begierde, Pflichtgefühl und Eifersucht entstehen. Und natürlich geht es dem Autor vordergründig nicht um die gesellschaftlich völlig unmöglichen erotischen Spannungen zwischen einer Baronin und dem Dorfpastor, der in seiner Eheroutine gefangen ist. Keyserling beschreibt kühl, obwohl eigentlich dem Impressionismus zugehörig, die nicht mehr zu ertragenden Seelenzustände seines Personals. Die verschlimmern sich noch, führen logischerweise in die Katastrophe. Es prickelt in jeder Zeile dieses Winterromans und schließlich gibt es für die in sich Gefangenen nur einen Weg, sich zu befreien. Man ahnt, das kann nur schief gehen.
Interessant ist dabei, wie modern in der Sprachführung Keyserling mit dem Thema eheliche Untreue umgeht (zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts das Thema schlechthin: Ibsen, Joyce, Strindberg u.a.). Die klare, fast verknappte Sprache überrascht; der Leser legt das Buch nicht mehr aus der Hand.

Eduard von Keyserling, Dumala, Manesse, 224 S., 19,95 Euro.

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