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Harald Schwiers im kunstportal-bw

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Schmökern mit Schwiers

Hymne auf Sgt. Pepper

Am 1. Juni 1967 veröffentlichten die Beatles ihr achtes Album: Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band. Das ist 50 Jahre her. Es veränderte die Pop-Musikwelt grundlegend. Die einschlägigen Kritiker waren sich einig. „Sgt. Pepper“ ist die Platte, die die Pop-Musik am Entschiedensten beeinflusste. Wie immer man das messen kann oder will. Sicher ist. Es ist ein großartiges Album, das man heute noch genießen kann. Allerdings: Ohren und Aufnahmeverständnis der Hörer haben inzwischen eine weitreichende Veränderung erfahren. Aber das gehört zum Wesen populärer Musik generell.

Harald Schwiers im kunstportal-bw

Peter Kemper: Sgt. Pepper

Klar war auch, warum die Beatles nach Sgt. Pepper nicht mehr live spielen wollten. Und konnten. Dieses grandiose Kunstprodukt konnte man einfach nicht auf die Bühne bringen. Hier führten Tontechniker und der Produzent zusammen mit den vier musikalisch nicht gerade stromlinienförmigen Köpfen Regie. Das war durchaus revolutionär. So entstand ein absolutes Kunstprodukt, nicht nur was das Cover anbelangt. Dass erstmals in der Pop-Historie Songtexte abgedruckt waren, beeindruckt heute nicht mehr.

Peter Kemper ist ein seriöser Musikjournalist und -kenner (es gibt leider massig schwarze Schafe in diesem Genre), erklärt die Entstehungsgeschichten, schildert Hintergründe und geht auch auf die technischen Bedingungen (oder Vorstellungen der einzelnen Pilzköpfe oder des Produzenten George Martin) ein und fügt das alles zusammen. Schließlich saßen in London damals die besten Tontechniker der Welt an den Pulten. Sie pfriemelten das Meisterwerk letztlich zusammen. Machten es. Da gibt es viel zu erklären. Kemper seziert das Album und die einzelnen Songs kurzweilig, aber äußerst sorgfältig; Track für Track.
Für Zeitgenossen von damals ist das Büchlein eine nette Reminiszenz; für die Nachkommenden ein idealer Führer durch das "Summer-of-love-Jahr" 1967.

Peter Kemper, Sgt. Pepper, 102 S., 25 Abbildungen, Reclam, 10 Euro.

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