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art Karlsruhe 2018 im Kunstportal Baden-Württemberg

art KARLSRUHE 2016 im Kunstporta-bw

www.art-karlsruhe.de

22. bis 25. Februar 2018 - art KARLSRUHE 2018

art KARLSRUHE im kunstportal-bw

art KARLSRUHE 2018: Kunst.Raum.Emotion.

Das Interview zum Thema: Karlheinz Schmid über Hans Platschek

Frage: Sie waren mit dem Maler und Schriftsteller Hans Platschek zwei Jahrzehnte lang eng befreundet, Sie haben ihn in seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten hautnah erlebt, sowohl im Atelier in Hamburg als auch häufig nachts, wenn es ihn zur Reeperbahn zog. Wie würden Sie Platschek charakterisieren?

Karlheinz Schmid: Er hatte die seltene Gabe, hohe Intellektualität und lustvollste Sinnlichkeit miteinander verbinden zu können. Seine Persönlichkeit war von diesen beiden Kräften dominiert, wie er andererseits gleichermaßen über zwei Ventile verfügte, die sein Denken und Fühlen in die Öffentlichkeit brachten. Hans Platschek malte, was er nicht beschreiben konnte oder wollte, und im Gegenzug verfasste er immer wieder Texte, wenn seine Bildmittel zu versagen drohten, wenn seine Gedanken weit über den Keilrahmen hinausreichten. Ein Wechselspiel, das er bis zuletzt virtuos zu nutzen wusste.

Frage: Handelt es sich um kunsttheoretische Schriften, oder wollen seine zahlreichen Bücher und Zeitschriften-Veröffentlichungen eher im Kontext biographischer Herkunft gelesen werden?

Karlheinz Schmid: Natürlich war Platschek klug und erfahren genug, wissenschaftlich arbeiten zu können. Er favorisierte aber eindeutig die Möglichkeit, neben seiner eigenen Malerei auf Leinwand oder Papier mit Worten farbig zu werden. Ja, er war ein Literat, freilich allzeit der Kunst verpflichtet. Sie war sein lebenslanges Thema, und er scheute sich dabei nicht im geringsten, auch gnadenlos Netzbeschmutzung zu betreiben, einzelne Kollegen persönlich anzugreifen, wenn er von ihrer Botschaft nicht überzeugt war. Ein Polemiker, wie es in den vergangenen Jahrzehnten im Kunstbetrieb nur wenige gab.

Frage: Können Sie ein Beispiel geben; wen attackierte Hans Platschek am liebsten?

Karlheinz Schmid: Sein größtes Feindbild war Joseph Beuys. Unvergessen, wie wir in der ersten Hälfte der Achtziger, bevor der damals überall umschwärmte Beuys früh starb, nächtelang stritten, uns gottlob aber immer wieder versöhnten. Was manche Laien unterstellten, nämlich Scharlatanerie, das versuchte Hans Platschek, freilich wortreich unterlegt, in extremer Weise zu verbreiten. Dass er damit den Jungs und Mädels auf dem Hamburger Kiez imponieren wollte, dachte ich oft. Doch wenig später musste ich dann wieder irgendwo exakt das lesen, was er nachts referiert hatte. Eine wilde Zeit, eine Zeit, in der es in der Kunst ums Ganze zu gehen schien.

Frage: Das alles klingt so, als würden Sie diese Zeit vermissen, oder?

Karlheinz Schmid: Ich vermisse meinen väterlichen Freund, einen großartigen Künstler. Und ich bin froh, dass die Hamburger Hans Platschek Stiftung auf der art KARLSRUHE per Preisvergabe und Ausstellung Jahr für Jahr daran erinnert, dass dieser Maler und Kritiker ein Werk hinterlassen hat, das nach wie vor der Auseinandersetzung dient.

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