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Zeit- (ohne?) Geist

Nutzen Sie die Nacht!

Achim Fischel: Bild des Monats
April 2016: Freundinnen (Selfie)

Selfie

Von Achim Fischel vermute ich, dass er die Welt irgendwie immer schon mit einer gewissen “Altersgelassenheit“ gesehen hat – jedenfalls hat er die Distanz, die ein Künstler ebenso braucht wie ein Journalist, um klar zu sehen.

Achim Fischel jedenfalls hat weiterhin seine sensiblen Fühler am Puls der Zeit. Er sieht, nimmt wahr und kommentiert künstlerisch, was da so los ist in unserer manchmal eher unerklärlichen Gegenwart.
Und doch, das ist vielleicht seine allergrößte Stärke, käme er gar nicht auf die Idee, etwas oder jemanden zu verurteilen; für seine Zeitkritik genügt ihm manchmal gar ein unauffälliger Untertitel - hier: Selfie.

Mit dem Untertitel "Selfie" bezieht er "Freundinnen", sein "Bild des Monats April 2016", auf ein aktuelles Phänomen unserer Kultur und Zeit. Nur noch via Bildschirm scheint die Menschheit zu kommunizieren und, ja, zu existieren.

Achim Fischel - Malerei_im Kunstportal Baden-Württemberg

Freundinnen, (Selfie)"
Computerzeichnung, 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Papier,
Motivmaße: 73 x 60 cm, Papiermaße: 90 x 70 cm
Auflage: 10 Exemplare, signiert und nummeriert
Preis: 400 Euro, incl. Rahmen

Dank facebook, whatsapp, instagram (usw.) reduziert sich Dein Leben auf die Bilder, die es davon gibt.
Auch die Kunstszene hat dies natürlich längst registriert und thematisiert: Als erste in unserer Region die Kunsthalle Karlsruhe: Mit "Ich bin hier | Von Rembrandt zum Selfie" wurde hier (vom 31.10.15 – 31. 01.16) der Selfie-Exzess in einen kunsthistorischen Zusammenhang gestellt.
Aktuell widmet sich das Museum Villa Rot dem Thema: 20.03. - 19.06.2016: | "Me, Myself and I" - Selbstporträt im digitalen Zeitalter.

Wenn man ohne Smartphone unterwegs ist und das alte Handy nur bei Bedarf zum Telefonieren(!) dabei hat und im Zug papierne Zeitung (doch, die gibt es noch) liest, outet man sich sofort als Grufti aus einem viel früheren Jahrtausend.

Wenn ich auf Dienstreise im Zug sitze, erlebe ich jedes Mal, dass, zuerst vor allem die jungen Leute, aber inzwischen nahezu alle, permanent ihr Smartphone in der Hand haben und darauf herumtippen (SMS oder Spiele oder Whatsapp oder irgendwas) oder gleich direkt vom Einsteigen bis zum wieder Aussteigen ununterbrochen reden, üblicherweise dann auch sehr laut - wie in einer Bahnhofshalle.

Den Kulturschock, den ich vor 2,3 Jahren erlitt, als dies ein einziges Mal anders war, habe ich in einer meiner Bildergeschichten beschrieben: "Im Zug"

Zugegeben: ich werde alt und komme da nicht mehr mit und Tag für Tag schrumpft der Rest meines Lebens um einen weiteren Tag. Und doch frage ich mich, ob die, deren Existenz (deren Leben?) nur dort vorhanden ist, wo sie es via Bildschirm nachweisen können, nicht schon heute einen wesentlichen Teil ihres Lebens aufgegeben haben?

Den aktuellen Maßstab setzen – eher jüngere Männer in schlecht sitzenden Anzügen, die schon beim Einsteigen in den Zug den schon aufgeklappten Laptop in der Hand haben, als könnten sie es nicht erwarten, sofort "weiter zu arbeiten". Gleichzeitig mit dem Smartphone zu telefonieren, darf dann durchaus verlangt werden, damit das Bild auch stimmig wird.

Einmal habe ich eine sehr attraktive Unternehmensberaterin in, zugegeben: perfekt sitzendem Business-Anzug, genau dabei erwischt: sie stieg, konzentriert auf ihrem Laptop tippend, in den Zug ein und hatte, kaum sitzend, sofort additiv das Smartphone am Ohr. Ich musste dann einfach nachfragen, ob sie denn dabei den Überblick bewahren könne.
"Der Tag hat nur 24 Stunden" reagierte sie höchst routiniert und fast automatisch. Süffisant, aber gleichzeitig freundlich grinsend, habe ich das begonnene Duell dann doch gewonnen:
"Sie sollten mal erwägen, die Nacht zu nutzen."

Achim Fischel im Internet:
E-Mail: achimfischel@arcor.de
Website: www.achim-fischel.de
Kunstportal-bw-Künstlerporträt über Achim Fischel: "gewonnene Zeit"

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